Thursday, November 02, 2006

Mordgedanken II

Greg und ich wir saßen auf dem Sofa und ich hielt ihn fest umschlungen, sanft streichelte ich seinen Kopf und wiegte ihn beruhigend hin und her.

"Hat er ...? Ich meinte kam es zu ...?" fragte ich ihn stammelnd. Er schaute mich mit Tränen verhangenem Blick an "Was?", ich schluckte "Hat er ihn ... im Mund gehabt?" presste ich dann hervor. Greg blickte mich geschockt an "NEIN, er hatte ihn nur in der Hand und hat an ihm rumgedrückt" - ich versuchte die aufsteigende Galle herunter zu schlucken. Ich bringe dieses Schwein um! war mein einziger Gedanke.

"Es tut mir so leid Greg" raunte ich ihm zu. Wieder ein verwirrter Blick "Was? Es ist doch nicht dein Fehler ..." murmelte er nur und ich spannte mich leicht an. "Nein ... das meine ich nicht ... das tut mir leid" mit den Worten drückte ich ihn in die Kissen, schnappte mir seinen Stock und sprang auf, ich rannte in Richtung Wohnungstür und stellte den Stock im Flur ab "JAAAAAMES" hörte ich Greg hinter mir herrufen, aber ich stellte mich taub, grabschte mir nur meine Jacke und rannte aus der Wohnung "Jaaaaaames!" hörte ich leiser und mein Herz zog sich schmerzhaft zusammen.

Leise hörte ich noch am Rande wie die Tür ins Schloß fiel und dann rannte ich die Strasse entlang. In meinem Kopf hämmerte nur noch der Gedanke "Ich bringe ihn um!"

An der Ecke winkte ich ein Taxi herbei und nannte Allenby's Adresse. Stumm starrte ich aus dem Fenster und sah aus dem Augenwinkel, dass der Fahrer mir immer wieder einen Blick zu warf "Ey Mann, Sie sehen aus als würden Sie jemanden killen wollen." - ich blickte nur weiter aus dem Fenster und ballte meine Hände zu Fäusten. Vor Louis Haus angelangt, bezahlte ich den Fahrer und stieg aus.

Mit eisigem Blick starrte ich zur Tür hoch und nahm dann gleich zwei Stufen auf einmal. Oben hämmerte ich gegen die Tür - sie wurde mir kurz darauf von Brandon aufgemacht. Der erbleichte bei meinem Anblick und wollte die Tür wieder schliessen, aber mein Fuss schob sich schnell in den Spalt.
"Wo ist dieser Hurensohn? Dieser Bastard!!!" brüllte ich ihn an. "James beruhig dich, es war alles nicht so gemeint!" redete er beschwichtigend auf mich ein. "Nicht so GEMEINT?" brüllte ich weiter und versetzte ihm einen harten Stoß gegen die Brust, der ihn taumeln lies, schnell drängte ich mich an ihm vorbei.

Da stand er ... im Wohnzimmer und starrte mich an! "Du elendes Schwein!" brüllte ich und stürzte auf ihn zu. Er machte ein paar Schritte nach hinten "James ... es tut mir leid ... ich weiß nicht was ich getan habe ... ich stand unter Drogen!" stammelte er total geschockt. "Unter DROGEN?" brüllte ich wieder "BEWEISE!", "Ich habe Beweise, Wilson" vernahm ich Cuddy's besänftigende Stimme.

Ich drehte mich um, "Cuddy, was machen Sie HIER?"

"Ich habe ihn nach dem Drogentest nach Hause gefahren." meinte sie beschwichtigend. "Beruhigen Sie sich, Wilson er hat seine Bestrafung schon bekommen." Ich stand zitternd da "Beruhigen, dieses... dieses Schwein ...hat" stammelte ich vor Wut. Cuddy nickte "Ich weiß ... " schluckte Sie und blickte mich dann wieder fest an. "Ich hab ihn suspendiert - für einen Monat erst einmal", ich zitterte immer noch und meine Hand ballte sich zu einer Faust "Das reicht nicht" presste ich hinter zusammengebissenen Zähne hervor.

Ich drehte mich um und schlug Allenby mit der Faust in seine häßliche Fresse, am Rande hörte ich das Knacken als meine Faust seine Nase traf. Cuddy schrie auf und Brandon stürzte auf Allenby zu, der in den Sessel hinter ihm fiel. "Wage es NIE, NIE wieder unter meine Augen zu treten" brüllte ich ihn an und stürmte aus der Wohnung.

Am Treppengeländer stützte ich mich ab und blickte auf meine aufgeschürften Knöchel an denen das Blut von Allenby klebte. "Ich fahr Sie nach Hause, Wilson" kam es dann von Cuddy, die hinter mich getreten war. Langsam nickte ich ...

Im Auto starrte ich nur vor mich hin und hörte mich dann irgendwann sagen "Gott Cuddy, ich hätte ihn umgebracht wären Sie nicht gewesen." Ich vergrub meinen Kopf kurz in meinen Händen. "Ich bin so ein Arsch ..." flüsterte ich leise vor mich hin. Cuddy schaute mich von der Seite an. "Ich hab Greg alleine gelassen - als er mich am meisten brauchte" stammelte ich.

"James" kam es zögerlich von Cuddy "ich bin sicher er hätte in Ihrer Situation genauso gehandelt! Er wird es verstehen ..." Ich seufzte nur und meinte leise "Das kann ich nur hoffen ... Ich bin so ein Arschloch."
Wir waren vor dem Haus mit der Nummer 221B angekommen und Cuddy drehte sich zu mir um, "Ich habe Allenby erst einmal suspendiert für einen Monat, vielleicht ... vielleicht hilft die Zeit, die Gemüter zu beruhigen." Ich schnaufte nur unwillig. "Sie und Gregory sind ab sofort vom Dienst freigestellt - bis einschließlich Montag. Nutzen sie die Zeit ... um wieder auf die Beine zu kommen." meinte sie fürsorglich und legte mir eine Hand auf den Arm. Ich nickte nur und stieg dann aus dem Auto aus.

Cuddy wartete noch bis ich an der Tür war und reinging - wahrscheinlich wollte Sie sicher gehen, dass ich mich nicht wieder ins nächste Taxi setze ...
Ich schloss leise die Tür auf und hörte dann auch schon ein müdes "James? Bist du das?" Ich ging schnell zu Gregory, der sich gerade auf der Couch hinsetzte, und kniete mich vor ihn. "Es tut mir so leid" flüsterte ich ihm zu und nahm seine Hand.

Dann erzählte ich ihm wo ich war und was geschehen war ... und er verstand es ...

Wir kuschelten uns dann eng aneinander und ich hielt ihn fest umschlungen, bis er wieder irgendwann eingeschlafen war.

Irgendwann schälte ich mich aus der Umarmung und machte den Rechner an - Gott sei Dank war Foreman online und wir unterhielten uns sehr lange ...

Chase war wohl auch total durch den Wind und Foreman hatte ihn mit Lavendel-Tee in das Reich der Träume geschickt. Cuddy hat den beiden auch frei gegeben für heute - Foreman leistete heute psychologischen Hilfedienst bei Chase.

Ich bin Chase wirklich unglaublich dankbar, dass er Cuddy gerufen hatte ... nicht auszumalen, was noch alles hätte passieren können. Mich würde nur interessieren was Allenby für eine Droge genommen hatte - das hat mir Cuddy verschwiegen ...

4 comments:

Marina said...

Arme Cameron.

J. Brooklyn said...

Dieser Eintrag liest sich fast wie ein Krimi und alles in allem sehr mitreißend. Ziemlich heftige Sache... Aber was hat das ganze mit Dr. Chase zu tun?

Dr. James Wilson said...

Chase hat Cuddy gerufen - er hat gehört dass in House Büro irgendwas nicht gestimmt hat - und er hat ... naja gesehen was Allenby gemacht hat.

Das war ein ziemlich Schock für ihn ...

J. Brooklyn said...

Das glaube ich. der Arme...